Neuer Rechner: Core 2 Duo E6600, Intel 965 Express Chipset, abgefahrenes Gehäuse
Weihnachten war es dann soweit: ein neuer Rechner musste her. Der über 4 1/2 Jahre alte Athlon XP 2000+ mit einem nForce2 Mainboard ist aus folgenden Gründen kaum mehr einsatzfähig:
- häufige Abstürze (vor allem unter Windows - hängt auch teilweise mit Punkt 5. zusammen)
- extrem langsam (natürlich nur ein Prozessor(-kern))
- wenig RAM (768MB)
- Geräuschkulisse erinnerte an einen Presslufthammer durch 3 defekte Lüfter (Grafikkarte, CPU, Netzteil)
- durch den defekten Grafikkartenlüfter ist dann die Grafikkarte in einem 3D-Spiel unter Windows teilweise angebrutzelt. In Windows ist das Bild auf dem TFT-Monitor trotz DVI total verschwommen. Unter Linux war es allerdings noch gestochen scharf (erklärt sich wohl dadurch, dass der Open-Source-Treiber die verbrutzelten Speicherbereiche in Ruhe lässt).
- das Gerät war ein unglaublicher Stromfresser: im Idle-Zustand hat es sich mit 108 Watt unter Windows und 92 Watt unter Linux bedient (Linux beherrscht das Heruntersetzen des FSB bei nForce2-Boards). Unter Volllast hat es sich 140 Watt genehmigt. Mit einem leistungshungrigen 3D-Spiel kommen noch einmal etwa 30 Watt hinzu.
- etwa alle 2-3 Wochen liess sich der Rechner nicht mehr einschalten (noch nicht einmal den BIOS-Screen bekam man zu sehen). Vom Netz nehmen hat nicht geholfen. Batterie entnehmen auch nicht. Nachdem ich die RAM-Riegel in andere Steckplätze gesteckt habe lief er wieder an. Weiss der Geier was das war!
So. Genug über den Zombie. Jetzt zu dem eigentlichen Thema: der NEUE.
Gekauft habe ich folgendes:
- Prozessor: Intel Core 2 Duo E6600 (2×2,4GHz, 4MB L2-Cache!, 1066MHz Bustakt)
- Mainboard: Intel DG965WHMKR (965 Express Chipsatz, integrierter Intel X3000/i965 Grafikchip - leider ohne DVI, ist aber per ADD2-Karte nachrüstbar)
- Speicher: 2×1GB MDT
- Festplatte: Samsung HD401LJ (400GB, SATA)
- Netzteil: Seasonic S12-380HB (380W, extrem effizient und leise)
- Gehäuse: Silverstone LC14M (total abgefahrenes HTPC[HomeTheaterPC] Gehäuse mit LCD)
- CPU-Kühler:
- zuerst gekauft: Thermalright Ultra-90 - der Prengel war leider zu groß (passt leider von der Höhe nicht in das abgefahrene Gehäuse, wegen mangelnder Dokumentationen der Hersteller konnte man das vorher nicht wissen). Ich habe überlegt, ihn passend zu machen aber das Heatpipe-biegen kann das Ding ganz schnell wert- und nutzlos machen!
Der wird also wieder verkauft. - jetzt drin: Zalmann CNPS8000 (ist gut gebaut, aber der Lüfter ist sehr laut… den habe ich erstmal übelst weggebastelt - siehe unten)
- ein paar leise Papst-Lüfter zur Sicherheit… für die CPU-Kühlung habe ich einen davon allerdings mit schwerem Gerät bearbeitet.
Der Zusammenbau war - wie immer - ein Vergnügen. Leider passte der Thermalright Kühler nicht, deshalb habe ich mir den Zalman kaufen müssen. Der dort fest eingebaute 92mm-Lüfter war mir aber viel zu laut, deshalb habe ich ihn mit viel Fummelarbeit durch einen Papst 3412N/2GLLE ersetzt.
Das Ausbauen verlief relativ schmerzlos: Mit zwei Schraubenziehern konnte man ihn aus den empfindlichen Kühlrippen vorsichtig heraushebeln. Zum Einbau des Papst waren dann nur folgende Werkzeuge nötig: Säge, Kneifzange, Schleifpapier, Schraubenzieher.
Das Gehäuse vom Papst-Lüfter habe ich mit der Kneifzange vorsichtig Stück für Stück herausgebrochen, so dass der Lüfter genau auf den Kühler passt.Damit sich die Vibration des Lüfters nicht auf die laut schwingenden Kühlrippen überträgt, habe ich aus Drähten mit Gummimantel einen Dämpfer unter den Lüfter gebastelt. Gleichzeitig halten die Gummidrähte den Lüfter stabil schwebend über dem Kühler.
Die Gehäuselüfter habe ich nicht angeschlossen. Den vorderen habe ich auch durch ein leises Papst Modell mit Gummihalterung ersetzt. Netzteil-Lüfter, CPU-Lüfter und der ansaugende vordere Gehäuselüfter sind kaum hörbar. Die CPU bleibt im Idle-Zustand auf 37 Grad, bei Volllast geht es nicht über 45 Grad (gegenüber dem bei 75 Grad ruhenden Athlon XP sicherlich ein enormer Fortschritt
).
Dann wurde die Kiste angeschmissen und erstmal Windows installiert. Wie zu erwarten funktioniert dort nach Treiberinstallation alles (bis auf einige 3D-Spiele wie z.B. Siedler 2, die explizit eine ATI oder NVidia Grafikkarte verlangen… da frage ich mich wozu es OpenGL und DirectX gibt). GTA SA funktioniert aber (puuuh… Glück gehabt).
Für Linux wird es einen separaten Blog-Eintrag geben (das läuft aber natürlich auch wunderbar!) :). Die ja noch recht frische Hardware benötigt hier und da ein paar Workarounds bei der Installation.







